Rudolfs Blog

Immer schwere (Schein-)Arbeit !

 

Mein Name ist Rudolf Linder und nach vielen Jahren des Umherirrens lebe ich nun schon länger in Hannover.                              

Irgendwann entdeckte ich meine Liebe zu Gedichten und Geschichten begann dann auch selbst

welche zu schreiben- ganz unterschiedlicher Art. Von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt sind hier einige zu finden.

Da es aber mehr meine Lebensgeschichte ist, verweise ich auf meine Gedichte in rudolfsgedichte@myblog.de

 

Verschlungene Wege

Das waren meine Eltern...

...bei einem Ausflug in der Eifel

...die es nicht leicht hatten. Mein Vater verlor schon früh seine Eltern bei einem Unfall und kam ins Waisenhaus, später zu einem Bauern wo er ausgenutzt wurde und schuften mußte.

 

 

 

 

 

 

Mein Mutter hatte sieben Geschwister, wovon fünf am Leben blieben. Sie hatte sehr strenge Eltern, auch der Vater, ein Kettenschmied, schreckte vor gelegentlichen Züchtigungen nicht zurück.

Die Einstellung, eine Tracht Prügel hat noch nie geschadet, hat sie verinnerlicht und an mir weiter vollzogen.

Ein Leben beginnt...

Rudi und Heinz

 Das ist der kleine Rudi auf den Armen von meinem großen Bruder Heinz. Leider trennten uns ganze 14 Jahre. Wie kam's?

Meiner Mutter wurde nach der Geburt meines Bruders gesagt, sie könne keine Kinder mehr bekommen.

Aber dann, nach vierzehn Jahren war ihr so komisch, tja und dann...

 

Rudi

Vor der Schule auf einem Pony

Meine Schulzeit war schrecklich. Es gab sadistische Lehrer und Prügelstrafe.

Und nicht nur meine Haare waren widerspenstig.

Der Spruch meiner Mutter: "Dich haben sie mit den Bomben abgeworfen!" (1943 bei einem Fliegerangriff) stieß bei mir auf Verwirrung- confused- bis ich eine einleuchtende Erklärung in den "Superman"- Heftchen fand; denn der war ja nun als Säugling von einem anderen Planeten mit einer Rakete zur Erde geschickt worden und dort von einem älteren Ehepaar wie ein eigenes Kind aufgezogen worden. Dazu passte auch das höhere Alter meiner Eltern und mein Fremdfühlen in dieser Welt.

Nur leider die Superkräfte wollten sich nicht einstellen. sad

Rolf

Vom Rudi zu Rolf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Schule machte ich eine Lehre als Einzelhandelskaufmann bei Karstadt in Duisburg. Teppiche und Gardinen war meine Abteilung und später führte ich selbstständig das gesammte Zubehör, sowie Leisten und Rollos. -

Um mich von der Kindheit zu lösen,suchte ich nach einem anderen Namen. Und so nahm ich Anfang und Ende von meinem eigentlichen Namen- Rudolf, den ich nicht mochte.

Is ja irre!

Das Examen haben wir geschafft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es begannen meine Wanderjahre- nach einem Abstecher zum santären Großhandel! und einem Diakonischem Jahr in der Alters-und Siechenpflege in Haan, bei Hilden, kam ich

nach Langenfeld ins LKH (Landeskrankenhaus). Dort hatte ich eine Ausbildung zum psychiatrischen Krankenpfleger und nach einem weiteren Jahr das große Krankenpflegeexamen.

Hier lernte ich auch meinen besten Freund kennen- Klaus.       Und eine verrückte Zeit begann!! -

Später machte ich in Köln noch berufsbegleitend eine Ausbildung zum Heilpädagogen.

 

Danach wechselte ich dann zur "Lebenshilfe" nach Düsseldorf.

 

Oooommmhh...

Kurz vorm Abheben ;-)

Düsseldorf- ich arbeitete zunächst als Gruppenleiter in der Anlernwerkstatt der Lebenshilfe. Später begründete ich mit die Frühbetreuung und arbeitete danach im KiGa für geistig behinderte Kinder...

und ein eigener Kosmos tat sich auf. Yoga, Meditation... Und dann die "Kleinen Helfer".

Auch lernte ich die Anthroposophie kennen und machte mich auf den Weg sie in der Praxis kennen zu lernen. So kam ich zum Priesterseminar in Stuttgart und nach England zu verschiedenen Einrichtungen, Champhilldorf, internationale Ausbildungsstätte Forest Row, Heim für handycapt Children in Box, Kunstschule in ? u.v.m.

Wieder ein neues Leben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine wilde, aber auch suchende Zeit später, kam ich- nach einer Zeit bei Freiburg an einer anthroposophischen, psychiatrischen Klinik  und Semester am Priesterseminar in  Stuttgart- auf eine private Schauspielschule in Ruit. Auch hier wollte ich mich namentlich verändern und mich zu meinem Geburtsnamen bekennen- und hieß ab nun Rudolf.

Meine Ausbildung als Kaufmann half mir bei den Studiengebühren, denn ich jobte nebenbei als Käse-und Brotverkäufer.

Nach der Schauspielschule war ich ein paar Jahre am Bodensee, in der Nähe von Salem- dem berühmten Internat, welches auch Prinz Charles besuchte- am "Seminar für Sprache und Schauspiel" in Oberstenweiler.

Als Seminaristen arbeiteten wir mit den Patienten der Drogenheilstätte                          "Die 7 Zwerge" an Sprache und Schauspiel im Rahmen der Therapie. Zusammen studierten wir auch das Schauspiel von Berd Lampe "Kaspar Hauser in Treblinke" ein und gingen damit auf Tournee durch ganz Deutschland.

Danach war ich noch eine Weile freier Mitarbeiter bei den "Zwergen" (bei einer Größe von 1.96cm ja auch passend) bis mich  eine Stadträtin aus Rottweil an das dortige Theater lockte.

Rottweil

Nun war ich also am "Zimmertheater Rottweil" und durfte zum ersten mal richtige Theaterluft schnuppern. Neben der schönen Zeit, Theater spielen zu dürfen, war es auch mit die einsamste Zeit in meinem Leben- verschlossene Kollegen und die allgemeine Rottweiler Mentalität trugen dazu bei.

 

Dazu wohnte ich ausserhalb in einem kleinen Dorf, wo sich Hase und Fuchs wirklich gute Nacht sagten.

Aber ich erlebte einen tollen Wald und ein Meter hohen Schnee- der mir allerdings auf dem Weg zur Premiere auch einen Unfall mit Totalschaden bescherte.

Im Krk.haus stand dann ein Herr im schwarzen Anzug neben meinem Bett und sagte: "Also Herr Linder, eigentlich wollte ich sie ja heute Abend auf der Bühne sehen" - es war der Chefarzt, die Vorstellung war ja ausgefallen.

Tja, eine schöne, intensive Zeit in Stuttgart

Ein Bild aus glücklichen Tagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach kam ich dann nach Stuttgart und war da ein paar Jahre am "Theater im Westen" und war Mitbegründer eines Mitspieltheaters für Kinder, dem "Zirkus Carabuffo". Wir dachten uns die Stücke selber aus und wurden von der "Landesgirokasse" gesponsort. -

Aber innere Kämpfe ließen mich nicht in Ruhe. Und so kam es zu einem Klinikaufenthalt...

Danach zog ich dann leichtsinnig nach Hannover. Dachte dort an einem Theater Fuß zu fassen. Aber: erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Waldschrat

 

 

 

 

 

Ich bekam eine Arbeit als Schauspieler an der Landesbühne in Hannover und lebte in einer kleinen Wohnung in Northen/Gehrden bei Hannover. Aber die Arbeit war sehr unbefriedigend- wenig Gage, kleine Rollen und immer nur Gäste, die die schönen Rollen wegschnappten. Unzufriedene ältere Kollegen und hoffnungsvolle junge, unbefriedigende Arbeit- dazu war ich nicht Schauspieler geworden. Ich kündigte.

Genoss lange Zeit das Nichtstun, die Wälder und die Ruhe in ihnen. Fuhr mit dem Fahrrad oder einem Moped durch die Wälder und Gegenden und entdeckte meine Liebe zu den Drachen- und ließ sie viele Stunden steigen; manchmal gleich zwei oder drei und ließ sie auch Kämpfe gegeneinander führen. -

Doch nach einer Zeit wurde es mir zu ruhig und ich arbeitete wieder in der Psychiatrie, in den Wahrendorffer Kliniken in Illten. Dort war ich auf einer geschlossenen Frauenstation- die mich erst das fürchten lehrte, aber später wurden es meine "Mädels".-

Der Wechsel auf eine sozialtherapeutische Station bekam mir nicht gut und nach langer psychischer und pysischer Erkrankung gelang es mir in Frührente geschickt zu werden. -

Seitdem arbeitete ich ehrenamtlich in verschiedenen Einrichtungen, Oxfam und dem Historischen Museum. Auch war ich Lesehelfer an einer Förderschule.

Z.Zt. Arbeite ich noch im Theater Museum und mache Lesungen und lustige Vorträge in Seniorenkreisen der Stadt Hannover.

 

 

 
 

 

Nun bin ich also nach Hannover gezogen, habe eine liebe Frau, Marlies, kennen und lieben gelernt und mein Leben ist gegen früher sehr ruhig geworden. Zeit und Möglichkeit also mich mit meinen Gedichten und Geschichten zu beschäftigen.

Die Gedichte waren mir ein Hilfe, ein Ventil, wenn es mir schlecht ging- und das ging es psychisch leider oft. Eine Depression ist soetwas wie eine Magengeschwür, wenn man dazu neigt, taucht es/sie immer wieder auf. Deshalb sind viele meiner Sachen so schwermütig, verzweifelt und erst ziemlich spät begann ich auch mal nach den positiven Dingen zu sehen.

Jetzt habe ich an einem Schreibwettbewerb teilgenommen, "Worte aus der Depression" und drei von meinen Frühen Gedichten sind auch in dem kleinen Büchlein veröffentlich.

 

Ausserdem arbeite ich an einer gereimten Geschichte von einem Floh, der eine Reise durch Europa erlebt. Ein Teil davon ist nachzulesen in meinem blog rudolfsgedichte.myblog.de

Die Gedichte

Hier eins meiner ersten Gedichte, geschrieben noch in Langenfeld, als ich als Pfleger im dortigen LKH arbeitete.

Einsam hebt

Einsam hebt sich

und schroff

wie Felsgebirg

mein Herz in

meinem Innern.

            Fluten der Qual

            von Lust und Leid

            nagen an ihm,

            zerren stündlich

            Stücke davon.                 

                        Wie lange, ach,

                        wie lange noch

                        währt diese Flut,

                        höhlt innre Einsamkeit

                        diesen Fels aus.

            Wunsch wäre:

            Bräch' alles entzwei

            kein Hindernis mehr

            für diese Wellen.

Frei ströme

mit siegendem Klang,

frei dieses schrecklich

mordendes Meer.

 

                 ***

 

Hier etwas Neueres

 

 

Der Himmel blau, die Wolken ziehn,

man braucht nicht in den Süden fliehn.

Auch hier bei uns ist es doch schön,

manchmal mußt du es nur sehn.

 

Und wenn du gar gesund noch bist,

dann freu dich wie ein wahrer Christ-

denn ohne Kreuz und Opfertaten

ist hier ein Tag mal gut geraten.

 

***

25518

 

 

Schwalben

Schwalben

 

Sprinter der Luft

durchsicheln

den Himmel.

Stürzen sich

tollkühn

hinab und

mit kühnem Schwung

wieder hinauf.

Flattern und segeln

am Himmelsgewölbe -

wie

meine Gedanken

am Schädeldach.

 

~~~

19618

 

Möchtegern-Dichter

Der (Möchtegern-) Dichter:

 

Weil ich nun mal gerne dichte-

und manche sagen sogar "schön"-

Reim ich hier einmal: "Die Fichte,

die sich heftig biegt im Föhn."

 

"Das ist alles nur Gereime",

würde unser Goethe sagen,

und dabei im kalten Heime

sich nach einem Sinn wohl fragen.

"Weil ich gerne spiel mit Worten",

würde ich ihm dann erwidern,

"und dabei an vielen Orten-

den hohen, sowie auch den niedern-

es mit Reim und auch mit Klang

versuche es mit einem Sang."

Goethe würd im Grab sich drehen,

darum schließ ich lieber hier.

Werde in die Kneipe gehen,

trösten mich mit einem Bier.

                  * * *

                  16618   

 

 

 

 

 

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Rollertour- (im 4/4/6 Silbentakt)

 

 

Rollertour

 

 

Der Motor brummt...

                                      der Wind umsaust...

                                                                           und Gegend zieht vorbei...

Allee grüßt grün...

                                  der Himmel blaut...

                                                                      das Wetter ist okay...

Erlebnis winkt...

                                ich fühl mich frei...

                                                                  die Straße ist so weit..

Der Milan fliegt...

                                 der Habicht ruft...

                                                                   ein Hase rennt am Feld...

Näher kommt Ziel...

                                     das Navi hilft... -

                                                                    da komm ich auch schon an.

 

                                             ***

 

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